Järventaus | Dluzewski

Photo: Josephine Bergenmar

“Eine einsame Stimme aus dem Norden. Sie schenkt dir die Wörter, nach denen du dich sehnst: Hoffnung, Wärme und ein Gefühl der Sicherheit. Begleitet von einer Mandoline.”

Järventaus/Dluzewski erzählen auf ihrem Debütalbum „Jorden Svart“ (Schwarze Erde) Geschichten aus dem hohen Norden. Genauer gesagt: Aus der an Lappland grenzenden Provinz Norbotten. Eine himmlisch helle Stimme erklingt: Sie gehört Maria Järventaus Johannson, der weiblichen Hälfte des neuen schwedischen Folk-Duos Järventaus/Dluzewski. Die einfühlsamen Mandolinenklänge steuert Gabbi Dluzeski bei, der bislang vor allem als Mitglied der jungen schwedisch-estnischen Folkband Fränder (ebenfalls bei Nordic Notes vertreten!) bekannt ist.

Die beiden Musiker kennen sich bereits seit dem Jahr 2010, als sie an der renommierten Framnäs-Volkshochschule im nordschwedischen Piteå erstmals miteinander musizierten. Schon damals beschlossen die beiden Künstler: Wir wollen in der Zukunft unbedingt zusammenarbeiten! Bis zur Umsetzung des gemeinsamen Projekts Järventaus/Dluzewski gingen zwar einige Jahre ins Land, aber das Warten hat sich gelohnt! Denn die Songs auf „Jorden Svart“ konzentrieren sich aufs Wesentliche und überzeugen mit ihrer schlichten Intensität und ihren stillen Innigkeit. Sie künden von schweren Zeiten, von der harten Arbeit für das tägliche Brot, aber auch von Hoffnung, Wärme und von der Sicherheit im Familien- und Dorfverbund. Und keine Angst, allzu betulich geht es hier nicht zu, denn Maria Järventaus kann in Songs wie „Tussiko Lussiko“ auch sehr kraftvoll daherkommen. Und in „Käre Far“ sehr verspielt und mädchenhaft klingen!

„Ich wurde in einer kleinen Stadt in der nordschwedischen Region Norrbotten geboren. Als ich 18 Jahre alt war, zog ich nach Piteå, um an der Framnäs-Volkshochschule traditionelle Musik zu studieren. Dort traf ich Gabbi. Jahre später studierten wir beide an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm. Nach Abschluss des Studiums wollte ich unbedingt zurück nach Norrbotten ziehen. Aber zuvor wollten wir noch unbedingt ein gemeinsames Album aufnehmen, und hier ist es“, erzählt Maria.

Järventaus/Dluzewski werfen auf ihrem Debüt einen ehrlichen, unsentimentalen Blick zurück in die reiche nordschwedische Volksmusiktradition. Und klingen dabei keineswegs bloß nostalgisch, sondern sehr konzentriert und unbedingt aktuell.

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