Hali

Piirpauke

PIIRPAUKE: Sakari Kukko (Flöten, Saxophon, Piano), Nicolas Rehn (Gitarren), Eerik Siikasaari (Bass), Ismaila Sane (Percussion) und Rami Eskelinen (Drums) mit Mika Mylläri (Trompete) und Meissa Niang (Gesang)

Es war im Jahr 1964, als der zehnjährige Sakari Kukko erstmals im finnischen TV-Kinderprogramm ein Liedchen trällerte. Fast 60 Jahre später ist der Multiinstrumentalist und Kopf der Folk- und Weltmusikgruppe Piirpauke unverändert kreativ: Piirpauke wissen ihre Fans nach wie vor zu überraschen! Nach über 20 Studio- und mehreren Live-Alben kehren Piierpauke mit „Hali“ bewusst zu ihren Wurzeln zurück, denn die meisten Songs werden auf Finnisch gesungen und bewegen sich in der reichen finnischen und karelischen Folktradition. Aber die Musiker schauen weiterhin gerne über den eigenen Tellerrand hinaus. Man könnte fast sagen, dass sich finnische und senegalesische Musikstile hier freundschaftlich die Hände schütteln, wie die Musiker gleich mit dem beschwingten Opener „Kanteletara“ deutlich machen.

Sakari Kukko hat für „Hali“ speziell nach Songs gesucht, die seiner Einschätzung nach bislang zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit gefunden haben. In „Itkevä Huilu“, der weinenden Flöte, geht es um finnische Seen- und Seelenlandschaften gleichermaßen, was übrigens bestens zu n kontrastierenden afrikanischen Klängen passt. Durch „Tiibetin Noidat“ geistern gar geheimnisvoll flüsternd tibetanische Hexen. Aber eigentlich stammt diese Geschichte aus einem alten finnischen Kinderliederbuch.

Im „Kalevala Blues“, in Finnland ursprünglich entstanden im Jahr 1966, verneigen sich Piierpauke respektvoll und augenzwinkernd vor der reichen Populärmusiktradition ihrer Heimat.

Das temperamentvolle „Taivaanrannanmaalari“ basiert ursprünglich auf einer türkischen Melodie von Deli Selim. Diesen nennt Sakari Kukko als einen seiner wichtigsten Einflüsse. In „Long Time Ago“ ist es die große amerikanische Song-Tradition eines Aaron Copland, der man hier gebührende Reverenz erweist.

Iim flotten „Hippapila“ ziehen Kukko und seine bestens aufgelegten musikalischen Mitstreiter den Hut vor der großen Musiktradition Kareliens, die in Finnland nach der Abtretung des Landstrichs an Russland in Folge des 2. Weltkrieges lange Zeit als fast vergessen galt.

Den Bonustrack „Finlandia“ haben Piierpauke zwar schon zuvor veröffentlicht, aber die 100 Jahre Staatsgründung Finnlands am 6. Dezember 1917 darf man gerne auch noch zwei Jahre später feiern!

Discografie

  • Piirpauke - Juju

    Piirpauke - Juju

    Jahr: 2017

    Katalognummer: NN104

  • Hali

    Hali

    Jahr: 2019

    Katalognummer: NN117

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